everything's gone green







wir hatten erfahren, dass eine neue form des terrorismus installiert worden war. die terroristen nutzten leerstehende oder fast leerstehende häuser, um diese mit einer art von zeitbomben zu zerstören. ich interessierte mich für die technologie und wollte helfen diese verbrechen aufzuklären, betrat also ein leerstehendes, großes mietshaus in einer gegend, in der schon einige häuser hochgegangen waren. durchstreifte mehrere leere, eigentümlich riechende wohnungen, bis ich einen scharfen farben- und lackgeruch wahrnahm, ein zimmer betrat, in dem eine apparatur mit kisten und töpfen und einem schaltpult untergebracht war. an dem schaltpult rauschte eine sieben-segment-zeitanzeige rückwärts, ähnlich wie in dem berühmten jamesbondbombenentschärfungsfilm. zwanzig minuten hatte ich anscheinend noch. ich rief die feuerwehr und bekann den mechanismus des apparats zu verstehen. nach ablauf der zwanzig minuten wurden eine tonne mit klarlack verbunden mit einer anderen chemikalie, dies würde eine detonation hervorrufen. auf dem schaltpult stand auch geschrieben, "dies ist eine von 20 in diesem haus versteckten bomben". (aufgew.)

(cant deut this)

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ich stand am flughafen frankfurt, hatte mir gerade ein ticket nach berlin-tegel kaufen wollen, da meinten sie, es stimme was mit der kreditkarte nicht, sie wollten das kurz prüfen und die ticketfrau ging in ein nebenan gelegenes büro. es dauerte und dauerte. irgendwann klopfte ich an und sagte, ich könne auch bar bezahlen. es kostete 154 euro, genau der monatliche kindergeldbetrag, dachte ich noch. ich legte die 154 euro hin und wurde wieder rausgeschickt, ohne quittung, ohne ticket, ohne meine kreditkarte. man bedeutete mir weiter zu warten, es könne nicht mehr lange dauern.

ich sah auf die uhr. 15 uhr. um 19 uhr sollte der flug gehen, ich musste nochmal ins hotel zurück, meine klamotten packen und meinen koffer holen. es dauerte und dauerte, ich klopfte mehrmals an, immer wieder hieß es, es dauere noch. aus "technischen gründen". draußen wurde es langsam dunkel. es würde alles sehr knapp werden. einer der security-leute sagte: "haben Sie immer noch kein ticket? wir schließen gleich den check-in". ich wurde nervös und auch langsam ärgerlich.

zwischenblende. ich war in meinem hotelzimmer, auf dem kopfkissen ein a4 blatt, offenbar ein ausriss aus einem längeren journal. es enthielt, in stasi-manier, eine minutiöse auflistung diverser äußerungen, erlebnisse, verfehlungen etc. von mir. ich hatte offenbar das dossier herbst 2001 erwischt. es gab berichte von parties, wo ich war und mich danebenbenommen hatte, aber auch ausschnitte von zeitungstexten, die ich publiziert hatte. alles höchst exakt und detailreich und ich fragte mich, wer mich da überall hätte denunziert haben können.

zurück im flughafen, kam endlich ein sehr freundlicher mann mit einem aktenkoffer, entschuldigte sich für die lange wartezeit, und packte dann den ordner auf den tisch. "wir hier im flughafen müssen auch an die sicherheit denken", sagte er und öffnete den ordner. wiederum eine unglaublich lange liste von äußerungen und geschehnissen, meine person betreffend, mit dem recht erratisch bewiesen werden sollte, ich sei nicht system- und staatskonform. "am schlimmsten", sagte der herr, der inzwischen auch von einer freundlichen dame sekundiert wurde, "ist das auf der nächsten seite". zu sehen war ein ausriss aus einer großen deutschen zeitung, in der ich das real existierende patent zu einer recht dilettantischen bombe satirisch betrachtete. "aber das ist doch satire, ich mache mich doch darüber lustig", entgegnete ich. das habe doch nichts mit einer aufforderung zum bombenbau zu tun. ja, das würde er, der mann, ja auch verstehen, aber die staatsbeamten eben nicht.

ich war schockiert. das war völlig kafkaesk. wie konnte es sein, dass man in deutschland so umfassend bespitzelt werden würde. ich feilte bereits in gedanken an einem leitartikel. "jedenfalls", so schloss der mann, "können Sie jetzt fliegen. das missverständnis ist ja geklärt. ich bringe Ihnen gleich Ihr ticket".

draußen, auf der straße, dort wartete ich auf meine tickets. wieder dauerte es ewig. inzwischen kamen vier sehr kräftige, große männer in russischer bauerntracht gewandet, und machten eine art springprozession, wobei sie ähnlich wie bei einem brettspiel immer so angeordnet waren, dass einer vor mir, einer hinter mir, eine rechts von mir und einer links von mir gingen. sie machten das als eine art straßentheater, um mich zu necken, aber ich fand das alles andere als lustig. ungeachtet der körperlichen überlegenheit der vier männer begann ich aus leibeskräften mit der handtasche meiner frau nach ihnen zu schlagen, was sie einschüchterte. sie liefen weg. "immerhin", dachte ich, "immerhin!"

die tickets kamen und kamen nicht, ich war höchst ärgerlich. das flugzeug aus berlin landete gerade, ich sah es von oben, aus einer sanften vogelperspektive, wie in einem computerspiel. der pilot verriss den landeanflug und krachte gegen eine hauswand. ich dachte so bei mir, "vielleicht hat es seinen sinn, dass du kein ticket für diese maschine bekommst". (aufgew.)

(cant deut this)

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traf s. in einer art von proberaum und entschuldigte mich bei ihr. sie nahm an. ich fühlte irrsinnige dankbarkeit (aufgew.)

(cant deut this)

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in einem japanischen restaurant gesessen. war mit christian kracht verabredet. er kam rein, wir umarmten uns kurz zur begrüßung, nahmen platz. redeten über rainald goetz und seine bewundernswerte fähigkeit, jede seiner handlungen als im jeweiligen moment als höchst- und goldrichtig erscheinen zu lassen, untermauert mit stets nachvollziehbaren argumenten. sehr gelacht dabei, weißwein getrunken. (aufgew.)

(cant deut this)

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mit don alphonso auf reisen. er setzte mich mit der barchetta in meinem hotel ab. wir verabredeten uns für später im restaurant. ich legte mich ins hotelbett und schlief so halb ein. eigentlich hatte ich nach dem aufwachen keinen bock mehr aufs restaurant, daher rief ich don alphonso auf dem handy an. ging aber nur die mailbox dran. war mir ganz recht. ich sagte ab und bedankte mich für den netten nachmittag.

(aufgew.)

(cant deut this)

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