everything's gone green










die volksbühne war ein dunkler, magischer ort gewesen. ein mythisch aufgeladener ort aus mehreren gründen. wir hatten alle gemeinsam schäumend-perlende biere getrunken, später waren wir aus pipimachgründen umgestiegen auf gin tonic, hatten diesen wunderbaren raum betreten, dieses volkstheater im wortsinne, dieses einzige theater, in dem man während der vorstellung bier trinken durfte. hatten eine ausgezeichnete, kluge vorband genossen, und dann irgendwann waren the notwist gekommen, und sie hatten uns verändert mit ihrer musik. markus acher ist ein mann allerhöchster glaubwürdigkeit, der schlicht und einfach einer der großen könner dieses landes ist. weil er z.b. ohne plektrum gitarre spielt, weil er melodien setzen kann, weil er offenbar von allen moden unbeeinflusst ist und es schafft, mit seiner band das komplette repertoire aus zornigem frühwerk und brizzelndem elektrojetztwerk auf die bühne zu bringen. mit verve, eiern und sehr viel gelungener improvisation.

ein traumhafter abend, an dem nichts und niemand gefehlt hat. ein traumhafter abend, an dem nur die musik zählte.

(momente in bernstein)

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