everything's gone green   °








catedral dao 2003

ein portugiesischer blend aus tempranillo, touriga nacional (eine hochwertige und tanninreiche portugiesische rebe) und alfrocheiro, eine ebenfalls portugiesische rebe, die allerdings eher der mittelklasse zuzurechnen ist und gerne mit reingepanscht wird, um den wein schön dunkel zu kriegen.

ganz, ganz, ganz wichtig: dem wein mindestens drei stunden zum atmen geben. direkt nach dem öffnen erwartet einen ein insgesamt solider, aber flachbrüstiger antrunk. also: flasche aufmachen, korkschluck abgießen, wein leicht kühl stellen, essen kochen, tafeln, kinder ins bett tragen, den kladderadatsch in die spülmaschine sortieren, licht aus, spot an, und dann nochmal die flasche auf den tisch. dann kann es nämlich nett werden.

im näschen reichlich brombeere. im mäulchen nochmal brombeere, lakritz, ja sogar etwas minze. bleibt lang am gaumen haften und sagt dann höflich "auf wiedersehen". schmeckt rattenscharf zu einem pikanten zillertaler bergkäse und auch die eine oder andere pistazie darf mit ihm verzehrt werden. angenehme dröhnung für günstige 6 euro.

(coolinaricum)

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