everything's gone green   °






Das aus allen Nähten platzende "Wohnzimmer" & der Wirres-Felix, wie er seinen massigen aber doch stattlich-eleganten Nadelstreifen-Leib einfach unter dem Tisch herschob (Limbo mit Schikane), weil seitlich oder drüber alles zu eng war & der einen ewig angrabbelnde Jeremy, dem ich gleich zwei fette Verlagsdeals wünsche, weil strohfeuer.de die herzensgute Antwort auf Don Alphonso ist & die orneallmutieske Zahnlücke der Frau Gaga & wie sich alle miteinander mit Pistazien fütterten & das Lächeln auf Frau Modestes Gesicht als sie Blonde Redhead auf den Ohren hatte & das tröstlichste süddeutsche Idiom, das die Welt bereithält, in personam Bov Bjerg & die neun Kristallweizen und anderthalb Schachteln Fortuna & die stumpf im "Wohnzimmer" herumsitzenden Kollwitzplatz-Idioten & ihnen irgendwann einfach allen kleine Pistazienschälchen reichen wegen Stimmungsaufhellung & wie sich die Stimmung tatsächlich aufhellte & Sebas, der den ganzen Abend mit offenem Hosenlatz dasaß und Hefeweizen mit Bananensaft trank & Bier, Bier, mehr Bier, von überallher, von links, von oben, von rechts in die Hände gedrückt & dann macht es KLICK und irgendwann rastet es ein, dann ist es ein immersoweiter-Abend & mit einem mal (boy, es stimmt, es ist so) fliegt die Zeit, ein Uhr, zwei Uhr, drei Uhr & normalerweise wirst du immer um 01:18 Uhr müde & rufst ein Taxi doch diesmal geht das nicht & du brauchst nicht mal ne Stützcola zwischendurch, du lässt es einfach alles reinlaufen in dich und später unten wieder durch dralle Kaffeenieren rauslaufen & auf der Treppe abwärts zum Klo stehen sie und kiffen & du hörst noch, wie der eine der Dummbratzen ausatmet (KSCHHHH!) und sagt, "günstig, Alter..." & schnell die Tür hinter dir zu und Hose auf und lospissen, drei Minuten am Stück, wunderbar, herrlich, und kurz vor Schluss immer dieser wunderbare kleine Schauer auf den Lendenwirbeln, einmal Links-Rechts schüttelt es dich, immer nur auf Pissoirs, komisch & dann später Händewaschen und durch den Marihuana-Quarz wieder die Treppe hoch, Tür auf, BUMMRAUSCH der Partylärm wieder & irgendwo gehen die ersten Flaschen zu Bruch & am Tresen wartest du auf wieder neue Biere, erstaunlich schnell geht das & inzwischen ist es drei Uhr und am Tresen sitzen zwei Jungs, die nach Ärger aussehen, Gesicht, Haltung, Körper, Pegel, alles & sie machen dich doof an weil dein Hemd von Boss ist & überlegen laut ob sie von so einem eitlen Arsch wohl eine Zigarette schnorren können & du stellst dich dann ganz nah vor den einen hin, schnippst ihm aus dem Softpack eine Zigarette direkt in den Mund, sagst "das mit dem Arsch möchte ich nicht gehört haben" & schickst sofort ein perfektes "Heydugangsterichauchgangster"-Grinsen hinterher & einen Moment überlegt er was er tut & dann nimmt er dich in den Arm, ganz fest & da steht dein Bier & wieder zurück in den Zwischenraum wo jetzt jeder mit jedem redet und alles in Bier, Pistazien, Gesprächen und rumgereichten Ipods ertrinkt & Felix' Wäscheklammer wandelt von Nippel zu Nippel und alles weint vor Lachen oder lacht vor Weinen & die welt sie hat dich erst dann wieder, zumindest zum teil, als du im taxi sitzt, am kumpelnest vorbeifährst und nicht HALT schreist, weil es schon an allem zu viel war. es lacht zu hause dein bett und es warten auf dich die stillen, so unendlich friedlichen atemgeräusche zweier schlafender menschen.

(play as loud as hell)

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