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ich war gestern bei diesem dings, wo der don dahlmann gegen den don alphonso las, aber wo auch noch drei frauen lasen, nämlich das wortschnittchen und die frau modeste und die frau chile. und da sind mir ein paar sachen aufgefallen und ich dachte mir, ich schreib sie einfach mal auf.
![]() aufgefallen ist mir, dass diese spreeblick-räumlichkeiten sehr schön und angenehm sind, dass der gastgeber unaufdringlich ist und einen sehr freundlichen eindruck macht. dass die veranstaltung keinen eintritt kostet, und dass es alkohol gibt, der nicht sehr teuer ist. es war alles ziemlich modern, hier und dort standen kameras und es gab auch einen beamer, der unappetitliche aquaristische szenen an eine roh verputzte wand warf: kunst! als ich kam, kriegte ich erst mal einen schreck, denn ich hatte nicht damit gerechnet, den filialleiter meiner norisbank-filiale auf ausgerechnet dieser veranstaltung zu treffen, dann ging der schreck aber wieder weg, weil es nur dondahlmann war, der einen anzug trug (vermutlich daniel hechter, größe 29, kombimodell, anthrazit, im doppelpack mit zwei hosen 239 € bei peek & cloppenburg, was man "péhk en cloppenbürch" ausspricht, weil es holländisch ist, aber das weiß ja hier wieder keiner). was mir auch auffiel, ist natürlich dass don dahlmann gegen don alphonso gewonnen hat, weil don ein mann ist, der durch eine mauer hindurch gehen kann, ohne dass die mauer dabei einstürzt, es entsteht nur ein loch mit den umrissen von don dahlmann. don alphonso hingegen erinnert an einen barocken engel mit abgelaufenem haltbarkeitsdatum, er sieht in etwa so aus wie eine kreuzung aus louis tillett, nick cave und gerhard polt, trug texte vor, in denen er unheimlich viel über alles bescheid weiß, verlas sich aber vor aufregung andauernd und erklärte "den anwesenden, die nicht wissen was blogs sind" das phänomen weblog so: "also weblogs, das ist ein stück software..." - hier brechen meine aufzeichnungen ab, weil ich so lachen musste. heimliche gewinnerin des abends indessen ist frau modeste. eine asiatisch anmutende dame hervorragender körpergröße, die vordergründig liebliches aussehen mit äußerster gemeinheit verbindet. sie steht da auf der bühne, baumlang, lächelnd, und gibt dabei die größten gemeinheiten von sich, währenddessen lässt sie immer wieder ihr manuskript sinken und schlägt es gegen ihre oberschenkel, sodass man denkt, ah, jetzt ist der text zu ende, aber das ist nur so eine geste. auch unterstreicht sie immer gerade die unwichtigen sätze mit exaltierten gesten, während die wichtigsten ganz unscheinbar daher kommen, auf samtpfötchen. frau wortschnittchen verlas texte über spermageschmack, denenzufolge das sperma von männern, die viel kaffee und bier trinken, nicht gut schmeckt. da hat sie aber leider unrecht. oder aber ich wurde belogen, wie man es nimmt. jedenfalls trank ich dann erst mal extra ganz viel bier. frau chile aus buxtehude sprach unter anderem über lederhosen und eine fetischparty, das war sehr lieb und harmlos, aber das ist der norddeutsche menschenschlag, ich weiß das, ich war mal in buxtehude bei der bundeswehr. das "alte land" zwischen buxtehude und stade bringt herzensgute, stimmige und stämmige menschen hervor, eine theorie die auch gestern wieder bestätigt wurde. auch fiel mir auf, dass das ganze auch irgendwo in münster hätte stattfinden können, 1995, denn immer wenn das wort "ficken" oder "samen" fiel bzw. tropfte, machten viele leute im publikum "hoho", oder "höhö". es wurde auch viel gedigitalfotografiert. ja, das war es, was mir so aufgefallen ist. vielleicht fällt mir nachher noch mehr ein, mal sehen, dann schreibe ich es auf. jetzt muss ich erst mal in ein sogenanntes "meeting" |
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everything's gone green ° |